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Alles klar?

Da ich in letzter Zeit immer wieder für meine Vehemenz in Bezug auf (geschlechter)gerechte Sprache belächelt werde, halte ich es für notwendig, diese kleine Geschichte zu posten. Leider habe ich keine Quelle dazu gefunden.

Ein Vater fährt mit seinem Sohn zum Fußballspiel. Mitten auf einem Bahnübergang schafft er es, den Motor abzuwürgen. Aus der Ferne hören beide das Tuten des heranrasenden Zugs. Verzweifelt versucht der Vater, den Motor wieder in Gang zu bringen, vergisst aber in seiner Aufregung, zuerst den Zündschlüssel zurückzudrehen. Das Auto wird vom Zug erfasst und mitgeschleift. Ein Krankenwagen eilt zum Unfallort, und die beiden Verletzten werden eingeladen. Auf der Fahrt ins Krankenhaus stirbt der Vater. Der Sohn lebt bei der Einlieferung noch, aber sein Zustand ist kritisch. Nur eine sofortige Operation kann ihn retten. Er wird in die chirurgische Ambulanz gebracht. Der Dienst habende Chirurg betritt den Raum in Erwartung eines Routinefalls - um beim Anblick des Jungen jedoch erbleichend zu stammeln: „Ich kann nicht operieren - das ist mein Sohn!“

 

 

4.4.07 23:54, kommentieren